Die 4 da! Fan Blog! RUPERT HENNING, THOMAS MAURER, FLORIAN SCHEUBA, ERWIN STEINHAUER

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Sie sind wieder da und wieder ist alles anders. Jedesmal. Andere Themen, andere Figuren, andere Schauplätze, ein anderer Stil. Momentaufnahmen, Lauschangriffe, Sittengemälde, Innenansichten, Zerrbilder & das satirische Viermann-Format DIE 4 DA trägt auch im Jahr 2008 mit jeder neuen Folge ein neues Gewand. So bietet die zweite Staffel unter anderem die erste garantiert Österreichisch-hausgemachte Casting-Show, das erste garantiert gnadenlos ehrliche Life-Style-Magazin, die erste Doku-Soap mit garantiert echten Bürgern, und garantierte Gänsehaut beim ersten Nationalhorrorfilm. Gleich geblieben ist die Besetzung. Und die Lust an der Entstellung der heimischen Realitäten bis zur totalen Kenntlichkeit. Und natürlich die Tatsache, dass DIE 4 DA garantiert keinen Genierer kennen.

Zum Abschied

Administrator 5. März 2009

WENN ES WAHR SEIN DARF

Jetzt ist es heraußen. Das best gehütete Geheimnis der Republik. Der junge Mann hat seinem uns noch unbekannten Gegenüber alles erzählt, was er über die wahren, der Öffentlichkeit verborgenen Hintergründe der österreichischen Presse weiß:
Dass sämtliche Printmedien des Landes in Wirklichkeit von einer einzigen, aus drei Leuten bestehenden Redaktion hergestellt werden.
Dass Überschriften der „Kronen-Zeitung“ mit Hilfe eines speziellen Rechtschreibkontroll-Programms entstehen. („Man tippt zum Beispiel „N-e-g-e-r-s-a-u“ - und der Computer bessert’s automatisch aus und schreibt „Schwarzafrikanischer Asylwerber“. Das Faszinierende: Der Leser spürt das Original trotzdem irgendwie durch.“)

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Dass die Zeitung „Österreich“ aus Recycling-Überlegungen gegründet wurde. („Man muss sich einmal überlegen, was da herinnen Tag für Tag weggehaut wird, journalistisch! Weil ein Druckfehler drinnen ist, weil es nimmer stimmt, weil es keinen interessiert, weil es einfach schlecht ist. Das kommt jetzt alles da rein! Früher haben wir’s in Mist gehaut – heut verkaufen wir’s! Also daweil verteilen wir’s noch.“)
Dass die in der Öffentlichkeit auftretenden Zeitungsmacher in Wahrheit Schauspieler sind. („Der den Dichand spielt, war 1947 als „König Lear“. am Landestheater Graz. Handwerklich furchtbar, eine totale Knallcharge, aber soooo ein Selbstbewusstsein! Insofern die Idealbesetzung. Der Fellner-Darsteller war Gebrauchtwagenhändler in Anif, seine Frau hat dort ein Nagelstudio. Die spielt uns derzeit die Uschi Fellner und die Isabella Klausnitzer gleichzeitig. Das kommt natürlich auch in der Ausstattung billiger.“)
Dass eine „News“-Story („Der große Sex-Atlas! Erotik-Bundesländercheck mit Bezirksranking! So gut ist Österreich im Bett!“) oft nur mit veränderter Überschrift auch im „profil“ erscheint. („Die fünfzig größten Sex-Lügen! Warum in Österreichs Schlafzimmern zunehmend nur noch die Kartoffelchips knistern!“)
Dass „Format“ drei Wochen lang irrtümlich auf finnisch erschienen ist, ohne dass es wem aufgefallen wäre.

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Aber nun wird alles ans Tageslicht kommen. Wir erkennen, dass sich unser Geheimnisträger für seine Enthüllungen einen Adressaten ausgesucht hat, dessen journalistische Integrität über alle Zweifel erhaben ist. Armin Wolf. „Ich weiß, dass Sie nicht lügen“, antwortet er ihm, „und meine Chefs wissen das auch.“ Da fällt es unserem jungen Aufdecker wie Schuppen von den Augen: Wie konnte er nur so naiv sein zu glauben, der ORF sei ein unabhängiger Gegenpol zur medialen Komplett-Verfilzung in diesem Land? Und während die drei nun dazugekommen Blattmacher beschließen, das beim Geständnis aufgezeichnete Videoband mit der „Enthüllung“ nicht einfach zu vernichten, sondern als „Satire“ in der Donnerstagnacht-Serie „Die 4 da“ zu spielen, verlässt Wolf resignierend mit den Worten „Manchmal ist es in diesem Land echt mühsam“ zu den Klängen von „Sympathy for the devil“ und dem einsetzenden Schlussroller die Szene.

Unter dem Titel „Der vierte Mann“ wurde diese – so wie alle anderen „Die 4 da“-Folgen auch von Rupert Henning, Thomas Maurer und mir geschriebene – Geschichte am 8. März des Vorjahres im ORF ausgestrahlt. Die Reaktionen waren ziemlich einhellig: „So wurde dieses Thema im ORF noch nie behandelt.“ „Hätt ich mir nicht gedacht, dass so was möglich ist.“ „ Und das habt ihr einfach so machen dürfen?“

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Ja, wir durften.
In den 20 Folgen der Serie gab es keine Zensur, keine verbindlichen Interventionen und keine vorgegebenen Tabu-Themen. Wir hatten einen beachtlichen Freiraum, den wir auch zu nutzen versuchten.
Wir präsentierten islamische, jüdische und katholische Fundamentalisten in einer überdrehten Sitcom als fidel-chaotische Wohngemeinschaft zusammen lebend, die ihr Hass auf Frauen und die gemeinsam verübten Attentate auf Schwulen-Demos über alle Vorbehalte hinweg verbindet. („Und so geht mit Gottes Segen zentnerschwerer Steine-Regen auf die warmen Brüder flächendeckend nieder!“)
Wir schilderten die zukünftige „Entjörgifizierung“ Kärntens durch die vier alliierten Siegermächte Slowenien, Steiermark, Osttirol und Wien, in deren Verlauf bei den so genannten „Wolfsberger Prozessen“ auch die Verantwortung für die umstrittenen Landesgesetz-Beschlüsse der „Wörthersee-Konferenz“ geklärt wurde.
Wir ließen den Raiffeisen-Landesjägermeister, nachdem er die Zukunft des ORF geordnet hatte, samt Sauschädel mit seinem Hochsitz einstürzen, die „Zeit im Bild 2“ von einem die Wahrheit über den „Eurofighter-Deal“ vom Waffen-Lobbyisten Albert Bensdorp-Millefeuille. einfordernden Bürger überfallen, und Barbara Rosenkranz unter den wohlwollenden Blicken von H.C. Strache und Gottfried Küssel beim Springen über das Sonnwendfeuer explodieren.

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Wir durften das.
Weil wir ein öffentlich-rechtliches Feigenblatt waren? Weil sich die Erkenntnis, dass echte Satire nur ohne Schere im Kopf entstehen kann, endlich auch am Küniglberg durchgesetzt hat? Oder weil die noch von Reinhard Scolik beschlossene Sendung mit Sandra Winkler und Peter Wustinger zwei Sendungsverantwortliche hatte, die uns immer den Rücken frei hielten?

Gegenwind verspürten wir erst in einer der letzten Folgen, als wir in „Der Landeshauptmann von Mittelösterreich“ die Ehrfurchts- und Angst-Paralyse der ORF-Landesstudios vor ihren jeweiligen Landesvätern thematisierten. Das soll für einige hausinterne Aufregung gesorgt haben. Ansonsten können wir uns nicht über einschüchternde Reaktionen beklagen. Eher im Gegenteil. Als wir in „Reicher leben mit Martin Schlick“ die dubiosen Geschäfte eines Wiener Oligarchen samt dessen Verbindungen zum „Verein der Freude an der Wiener Polizei“ beleuchteten, wofür wir eifrig recherchiert hatten und dabei sogar auf die versuchte Journalisten-Bestechung durch einen Pressesprecher stießen, hätten wir mit heftigerem Echo gerechnet. Doch nichts passierte. Tage später meldete sich besagter Pressesprecher bei einem Journalisten nur mit der lapidaren Frage: „Woher wissen die das alles?“ So viel zur Thema: Was bewirkt Satire.

Doch das änderte nichts an unserer hohen Motivation. Selbige war auch angesichts der Rahmenbedingungen dringend notwendig. Für neun Folgen standen uns 25 Drehtage zur Verfügung. Bei einem Konzept, das jedes Mal ein neues filmisches Stilmittel bedienen soll – Thriller, Lifestyle-Magazin, Zombie-Film, Bauerntheater, historische Doku, und viele mehr - geht das nur unter massiver Bereitschaft zur Selbstausbeutung. Drehtage von 6 Uhr früh bis 2 Uhr nachts waren nicht die Ausnahme, sondern die Regel. (An dieser Stelle, danke an das großartige Produktionsteam, ihr habt neben hoher Professionalität auch großen Idealismus bewiesen!) Und in einem Moment wie jenem, als wir bei den Dreharbeiten für die Große Koalitions-Parabel „Das Bundesrestaurant“ weit nach Mitternacht am Boden einer Großküche lagen - ich als Gusenbauer unter kaltem Gulasch begraben, Maurer als Molterer mit einer Cremetorte im Gesicht und Henning als Cap mit einem echten, unfassbar stinkenden Truthahn am Kopf (Steinhauer hatte als zusammenbrechender Oberkellner-Bundespräsident schon fertig gedreht und war daher an diesem Abend fein raus) -  tauchte dann doch die Frage „warum tun wir uns das an?“ auf. Zum Glück fanden wir rasch unsere Antwort. „Weil wir das dürfen.“

Hening und Steinhauer

Weil wir das durften.
Die TV-Serie „Die 4 da“ wird nicht fortgesetzt. Aus „Kostengründen“ wie wir seitens des ORF erfahren durften. Die in diesem Zusammenhang kolportierte „Halbierung der Quote“ ist Blödsinn, der sich durch einen Blick auf die tatsächlichen Zahlen leicht widerlegen lässt. Unser Marktanteil schwankte zwischen 10 und 14 %. Das ist nicht viel, aber auch nicht ganz wenig. Als Quotenknüller war dieses Format auch nicht wirklich konzipiert. Anders als bei abgefilmter Stand-up-Comedy gab es eine durchgehende Handlung, für deren Verständnis man schwer mittendrin einsteigen oder hin- und herzappen konnte.
Dafür brachten wir dem ORF eine gute Nachrede. „Die Presse“ wählte „Die 4 da“ zum „besten Fernseh-Ereignis des Jahres 2007“, die Leser von „standard at.“ zur einzigen ORF-Produktion unter die „TV-Top five 2008“, und für das beste Drehbuch gab es heuer auch eine „Romy“. Wir haben uns gefreut.

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Und was dürfen wir jetzt?
Wir dürfen uns bedanken. Bei jenen, die diese Sendung ermöglicht haben. Bei allen, die zugeschaut haben, und denen es nicht wurscht war, was wir da machen, und die uns manchmal gefragt haben: „Seid ihr vier da wirklich so frei?“
Wir waren so frei.

Die4Da
Florian Scheuba, Erwin Steinhauer, Rupert Henning, Thomas Maurer

Die Kritiken der 2. Staffel!

Mena 7. Juni 2008

Die 4 Da

„ Die4da sind das Beste, was die Unterhaltungsabteilung des ORF derzeit zu bieten hat.” (Die Presse4.4.08)

„Kniefall vor „Die4Da!” (Kurier 19.4.08)

„Brilliante Bücher sowie hinreißendes Schauspiel” (Kleine Zeitung 17.4.08)

„Diese Geschichtsbelehrung sollten sich mündige Staatsbürger keineswegs entgehen lassen” (SN 17.4.08)

„Die neue Staffel einer der allerbesten Sendungen des ORF: Die 4 da mit Rupert Henning, Thomas Maurer, Florian Scheuba und Erwin Steinhauer - ein Meisterstück der politischen Satire. Die 4 da verfügt über genau die richtige Mischung aus Ernsthaftigkeit und Skurrilität, so dass die österreichische Realität nicht nur mit erschreckender Deutlichkeit abgebildet, sondern auch auf intelligente Weise Ziel satirischen Spotts wird. Die 4 da funktioniert deshalb so gut, weil nicht nur die üblichen halblustigen Kabarett-Schmähs gerissen werden. Hut ab vor den vier Darstellern und dem ORF.” (Die Furche 14.02.08)„Die vier Darsteller glänzen mit zeitkritischem Humor, Situationskomik, absurder Skurrilität und knochentrockener Persiflage - Satire at its best!” (Neue Kärntner Tageszeitung 14.02.08)

„Lustvoll nehmen “Die 4 da” aktuelle Vorkommnisse, aber auch Dauerbrenner aus Politik und Gesellschaft in einer monothematischen Satire aufs Korn.” (SN 17.03.08)

„Die gastro-politische Parallelwelt, die da (im “Bundesrestaurant”) ersteht, bietet alle Möglichkeiten für Seitenhiebe auf die Wirklichkeit: für oft subtile, meist fein geschliffene.” (SN 03.04.08)

„Fernsehen vom Feinsten servierten Die4Da - dringend empfohlen zur Aufnahme in den Lehrplan.” (Kurier 22.3.08)

„Es hätte noch Stunden so weitergehen können. Eine perfekt durchironisierte Die4da Folge - schmunzeln und lachen wie schon lange nicht mehr: Schöner Fernsehen mit den „4da” (Die Presse 14.3.08)

„Die 4da - wahrscheinlich der beste ORF Humor seit „Kottan” - So hat man gut lachen.” (Kurier 8.3.08)

„Das Satire-Konzept ist wie immer fantastisch” (Die Presse 21.2.08)

„Die4Da bringen wieder eine feinere satirische Facette in die Donnerstag Nacht - treffsichere Entlarvung bestimmter Geisteshaltungen, den vieren zuzuhören und zuzusehen wird zu einer schmerzenden Gaudi! (OÖN 25.2.08)

Pressespiegel 1 Staffel

Administrator 3. Januar 2008

Die Sendung wurde vom „Standard“ zu den Top Ten des Fernsehjahres 2007 gewählt (Der Standard 29.12.2007) sowie von der „Presse“ im Kultur-Ranking 2007 /Bereich Fernsehen der 1. Platz (Gold) verliehen („ Die4Da … lassen in Sachen Innenpolitik ihrem Zynismus freien Lauf: Nicht einfangen!“  Die Presse  29.12. 2007)„Das Kammerspiel erlaubt hohe Wuchteldichte. Ein Gewinn, weil durch die filmische Anmutung ein neuer Stil in die heimische Kabarettszene dringt. Eins der besten Stückchen Polit- und Mediensatire, das sich der ORF in den letzten Jahren geleistet hat.“ Der Standard „Abschalten gilt nicht. Wer mitlachen will, muss mitdenken. Berieselung passiert anderswo. Sensationell lustig, große Klasse“ Die Presse „Fazit: Fehlerlos. Lupenrein. Wer lacht verliert. Den Anschluß. Streng objektiv: Beste Arbeit.“  Kurier „Kabarett vom Feinsten: Bissig-böse, respektlos, witzig.“  Kronen-Zeitung „Das war spitze! Gegen diese Art von intelligenter Satire schauen ganze Heerscharen von deutschen Comedy-Kasperln alt aus. “ Oberösterreichische Nachrichten„Witzig, originell, scharfzüngig. Gerne mehr davon.“  Österreich„Die 4 da sind ein absolutes ORF`sches Glückskleeblatt.“  Kleine Zeitung„ Bitte Weitermachen!!! Mit Mini-Budget, dafür umso mehr Mut gelang den „4 da“ Großes.“  TV-Media

DVD - Staffel 1

Administrator 2. Januar 2008

Die DVD von der ersten Staffel gibt es bei Hoanzl oder im Fachhandel zu kaufen.

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DIE 4 DA3 DVDs zum Mitlachen und Mitdenken! Rupert Henning, Thomas Maurer, Florian Scheuba und Erwin Steinhauer unter der Regie von David Schalko. „Politische Satire allerersten Ranges! Blitzgescheit, bitterböse hinreißend gespielt und zum Schreien komisch!“ Armin Wolf DVD 1 01 Im Bunker 02 Funny Fundis 03 Der vierte Mann DVD 2 04 Kärnten III 05 André Hellers „Sozi, Sozi“ 06 Die guten Menschen DVD 3 07 Auf geht´s beim Schwarzbauern 08 Der ZiB-Napper 09 Die Vier da unterm Regenbogen 10 Best Of

Impressum

Administrator 23. Dezember 2007

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Könisgslostergasse 7/6 - 1060 Wien

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Kontakt:
Mena Scheuba-Tempfer E-Mail: office@florianscheuba.com

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